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Peter auf der Grenzlinie - Schlusswort: HILFE!




Das Ende – Help a brother out!



Mit viermal 'Ja!' ist man nun hier angekommen und meint, dass Peters Leben wirklich eine beträchtlich schlechtere Qualität hat als das eigene!



Für diejenigen die gegen ein Gesundsterben unserer Gesellschaft sind, frage ich weiter:

  • Was kann Peter dafür, dass er diese genetische Struktur erbte und die Krankheit überhaupt ausbrach?

  • Was kann er dafür, dass die Legasthenie nicht erkannt wurde und er, im Zuge seiner Pflichterfüllung, in diese Abwärtsspirale kam?

  • Was kann er dafür, dass er keine reiche Tante hat, der man das im Zweiaugengespräch kurz erklären könnte?

  • Hat Peter es verdient in Armut zu Leben?

LeidTeilen

Die Angst zu Verwahrlosen ist ebenso schlimm wie die Krankheit selbst! Peter wird immer diesen Schwankungen ausgesetzt sein und braucht genau deshalb eine stabile finanzielle Basis! Das würde sein Leid nicht nur halbieren, sondern die psychische und soziale Komponente mit stützen. Das Leid wird also geviertelt!

Eine Säule stützt man und zwei trägt man ohne zusätzlichen Aufwand gleich mit!

Das ist doch ein guter Deal? Oder?

(„Also schlagen sie jetzt zu!!!!“ Ich hätte echt ins Teleshoping-Geschäft einsteigen sollen )

Lastgrenze

Wir schätzen, dass wir ca. 500 Person finden müssen, die das verstehen und für diesen guten Zweck €1-5 im Monat entbehren können.

Peter will für keinen eine Last sein, der selbst mit Geldschwierigkeiten kämpft!!!

Aber für manche ist Geld kein Problem und ich hoffe diejenigen fühlen mit und können Peter helfen!

Sollte eine Einzelperson, eine Firma oder eine Institution einen signifikanten Teil übernehmen können und wollen, dann ist auch ein kennenlernen möglich. Peter ist durchaus ein umgänglicher Mensch!



MitTeilen

Man kann aber vor allem Helfen, wenn man die Geschichte selbst in seinen Kreisen verbreitet. Ob per Email, Social-Media oder Mundpropaganda ist eigentlich egal. Nur die Geschichte muss so viele Menschen wie möglich erreichen, um das Projekt zum Erfolg verhelfen.

Ich selbst werde die Geschichte in Blogs und Foren zu verbreiten versuchen. Aber ich nehme mir die Frech- und Freiheit und sende den Text an öffentliche Personen, weil diese meistens besser Vernetzt sind und mit Sicherheit die Eingangsfragen alle ausnahmslos bejahen konnten. Für die Invasion der Privatsphäre und dafür, dass ich versuche jemanden Mitleiden zu lassen, bitte ich vielmals um Entschuldigung!

Schlusspunkt

Aber im Moment nicht weiß ich echt nicht wohin ich mich wenden soll! Ich schaffe es ja nicht mal diese Geschichte in der Ersten-Person-Perspektive zu schreiben, weil es mich zu traurig macht! Ich leide mit mir selbst sozusagen! Paradox!

Aber ich habe keinen, der mir Hilft und meine unsichere Existenz stützt, mich Entwickeln lässt und mein LeidTeilt...



Ich bin natürlich Peter!



Wenn Sie einen Beitrag leisten können, um mich aus dieser Sackgasse zu führen, schreiben sie an peter.base@eclipso.at

und dann bekommen Sie auch meinen richtigen Namen.

Ich bitte um Hilfe!

28.7.14 20:41


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Peter auf der Grenzlinie - Ergänzend: sozioökonomische Aspekte

Ergänzend: sozioökonomische Aspekte



Auch dieser Teil soll als Ergänzung dienen und wird von Armuts- und Arbeitsaspekten seines Lebens, seiner aktuellen Lebenslage und Krankheit im allgemeinen handeln.



Armut und Auswege

Würde Peter ein normales Arbeitereinkommen erhalten, würde keins dieser Probleme eines sein!

Die Panik vor der abgelaufenen Milch

Peter konnte sich vor dem Studium ein finanzielles Polster aufbauen und mit dem guten Stipendium (€700) und auch mit einer kleineren Unterstützung seiner Familie konnte er sich über Wasser halten. Der Polster schmolz aber ständig, sodass sein Kontostand vor eineinhalb Jahren unter die €3000 Marke rutscht. Das ist zum einen darauf zurückzuführen, dass ein normales Leben, in einer österreichischen Stadt, schon mehr als das Stipendium kostet (Welches suggeriert, man könne sich selbst erhalten. Dieses Versprechen ist aber schon lange der Inflation zum opfer gefallen!), zum anderen aber auch darauf, dass er sich mit seiner Hautkrankheit so einiges leisten muss, dass in einem normalen knappen Budget nicht hineinpasst.

Seit diese Grenze unterschritten ist, versucht zu sparen, aber wenn etwas in der Wohnung kaputt geht, dann muss er das reparieren oder austauschen. Er zog nochmal in eine günstigere Wohnung, die für seine Haut nicht optimal ist, aber was soll man machen.

Lebensmittel sollte man ja sowieso nicht verschwenden aber bei ihm wird das gerade zum nächsten Trauma, weil alles was verdirbt wieder neu gekauft werden muss. Und wenn die Milch abgelaufen ist fühlt man eine gewisse leere in sich die sehr schwer zu beschreiben ist und jemand der Armut nicht kennt auch nicht ganz verstehen kann. Man hat vielleicht €0.20 verschwendet!

Wenn einem solche Kleinigkeiten nicht gleichgültig sein können, dann ist man in einem mentalen Zustand von finanzieller Panik!

Rottophobie

Wenn man unvorhergesehene Ausgaben höher als €800 nicht leicht kompensieren kann, dann gilt man als Arm. Peter kann sich nicht mal die durchgelaufenen Schuhe erneuern!

Richtig Angst hat er davor, dass die Waschmaschine, der Laptop oder noch viel viel Schlimmer die Gitarre etwas abbekommt!

Das ist auch kein Punkt den man richtig erklären kann. Es ist nur immer irgendwie im Hinterkopf und wirklich kein schönes Gefühl!

Den begriff Rottophobie gibt es natürlich nicht, sollte es aber geben!

Armutshässlichkeit

Peter muss sich die Hautcremen kaufen, die funktionieren. Die sind aber meistens teurer als die normalen und er muss ständig neues Probieren, weil vieles einfach plötzlich nicht mehr funktioniert. Wenn er sich zum Beispiel die 50+ Schutzfaktor Gesichtscreme nicht leisten kann, dann bleibt nur ein Ausweg: Zuhause bleiben wenn die Sonne scheint!

Auch die Kleidung reißt hin und wieder. Er konnte in den letzten Jahren so gut wie nichts austauschen, weshalb er nun eine Ausgehhose und eine fürs Einkaufen hat. Wenn die auch reißen, dann muss er zuhause bleiben.

Die Winterjacke ist auch schon seit einem Jahr kaputt, er konnte das nur unzureichend mit mehreren Lagen in Kombination mit der Frühjahresjacke kompensieren. Meistens bevorzugte er es aber Zuhausegebliebenen, da er ständig Panik vor einer Verschlimmerung seiner Erkältung hat und die Dreischichtenlösung unzufriedenstellend ist.

Seit drei Jahren konnte er sich keine neuen Schuhe mehr kaufen. Sowohl Winterschuhe als auch Sommerschuhe sind durchgelaufen und haben beidseitig Löcher. Deshalb darf er an Regentagen nicht hinausgehen. Außerdem darf man die Füße nicht ungünstig übereinanderlegen. Die Mädels könnten dann die Löcher in den Sohlen sehen. Das war schon des öfteren peinlich.

Man darf nur mehr alle 2-3 Monate zum Friseur gehen. Peter schämt sich nach 5 Wochen bereits, weil seine Haare nicht zu den pflegeleichten gehören. Außerdem scheint er durch die vielen Entzündungen bedingt ein Glätzchen zu bekommen, was er wirkungsvoll bekämpfen kann, es kostet aber wieder und bald ist dieses Mittel auch aufgebraucht und er wird nochmal hässlicher aussehen. Glatzen wachsen sich eben nicht so leicht wieder zusammen, wenn man das nicht ständig behandelt, dann bekommt man eben eine.

Für Cremen, Kleidung und Haare gilt: Solche Ausgaben sind einfach nicht konstant und können deshalb in Förderformularen nicht genau aufgelistet werden. Und ist es echt ein Argument, dass man nicht hässlich sein will um eine Förderung zu bekommen? Ich denke hier spalten sich die Geister, aber in Peters Fall ist das etwas essenzielles, da die Hässlichkeit zum Krankheitsbild gehört. Man kämpft gegen die Hässlichkeit und gleichzeitig gegen die Krankheit selbst. Für Peter ist das jedenfalls sehr sehr wichtig!

Proaktiv

Peter bekommt immer wieder Entzündungen an den Zahnwurzeln und am Zahnfleisch. Die Zahnfleischentzündung muss man mit einer regelmäßigen professionellen Reinigung, welche Privatleistung ist, und den richtigen Zahnpflegeprodukten behandeln. Peters Zahnbürste ist 4 Monate alt und die Zahnpasta die billigste, die er finden konnte, außerdem stiehlt er hin und wieder Mundwasser von seinen Mitbewohnern. Da muss man vorsichtig sein, dass das nicht auffällt!

Die Zahnwurzelbehandlung steht auch schon lange an. Er kann sie aber nicht bezahlen. Allgemein war er schon eineinhalb Jahre nicht mehr beim Zahnarzt, weil die bei jedem Besuch die Hand aufhalten und irgendwas wieder selbst zu bezahlen ist, das besser und dauerhafter und sinnvoller ist. Peter kann das nicht bezahlen, deshalb wartet er immer noch ein bisschen zu.

Erkältungstee

Jeder macht es! wenn man krank wird, geht man in die Apotheke und holt sich irgendwas, das den Heilungsprozess beschleunigt. Auch wenn es nicht immer einen große Wirkung hat ob man den Erkältungstee nun trinkt oder nicht, es ist eine Form etwas gegen die Krankheit zu tun und somit die Kontrolle zu behalten. Man fühlt sich besser wenn man es macht! Peter kann sich seit einigen Monaten keinen Erkältungstee oder ähnliches mehr leisten.

Er kann keine Krankheit aktiv angehen. Nur weil das Geld fehlt!

Soziale Inklusion

Seit Peters Krankheit unsichtbar wurde, hatte er, nach einer Eingewöhnungsphase, keine sozialen Integrationsprobleme mehr. Er hat immer Rituale mit alten und neuen Freunden. Mit manchen geht er Frühstücken, mit manchen trifft er sich alle paar Monate zum Abendessen, mache nur zum Kaffee daheim mit Daumenfußball und mit manchen geht er am Abend auf ein Bier. Peter ist ja nicht der sozialste Mensch, weil die Energie oft fehlt und er viel rasten muss, aber zwei bis dreimal die Woche ergibt sich immer irgendwas. Er betreibt das ganze nie Exzessiv aber Rituale muss man pflegen sonst verfallen sie.

Weil er schon seit gut zwei Jahren pleite ist, und das auch ein paar seiner Freunde mitbekommen haben, laden sie ihn auch ab und zu zum Frühstück oder auf ein Bier ein. Das funktioniert ein zwei oder drei mal, dann verlangt man aber unterschwellig eine Rückeinladung und das ist auch vollkommen in Ordnung. So funktionieren wir Menschen einfach und das ist nichts grundsätzlich Schlechtes. Ehrlich gesagt fühlt sich Peter ja auch immer unwohl wenn er eingeladen wird. Das ist eine entsetzliche Form der Scham.

Implizit asozial

Es ist das Asozial abseits des sozialen Verhaltens. Wenn er sich nicht leisten kann den Kaffee oder das Bier zu zahlen, dann muss er auch diese Rituale verkommen lassen. Seit ein paar Jahren macht er das auch schon in Teilen, vor allem bei Abendessen, da die immer etwas kostspieliger sind.

Bald kann er aber nichts soziales mehr unternehmen und das wird ihn in die Einsamkeit drängen, seine soziale Inklusion verunmöglichen, oder kürzer gesagt, ohne diese Möglichkeit bist du automatisch asozial.

Der kalte Händedruck zum Geburtstag

Jeder Geburtstag kostet ein bisschen was. Wenn man eine Nette Backidee hat, dann kommt man auch nicht unter €20 Weg. Bei freunden reicht manchmal schon eine 6er Träger gutes Bier.

Peter schenkt immer gerne was zum Geburtstag. Aber er beginnt nun bereits kalte verlegene Händedrücke auszuteilen, da er sich nicht mal leisten kann, eine gute Idee zu haben, weil auch deren Umsetzung kostet und er knausern muss!

Das ist echt asozial!

Depression ausgehen

Peter versucht die vielen verschiedenen psychologischen Schwierigkeiten, die er im Zuge der Krankheit so angehäuft hat, manchmal wegzuwischen und wieder ein Mädel kennenlernen mit dem Ziel sie möglicherweise dahin zu schwindeln, dass sie ihn bis zur nächsten Krankheitsphase als unbeschädigtes Beziehungsmaterial ansieht. Spätestens dann muss er den Kontakt sowieso abbrechen! Das ist klar!

Normale Dinge wie der Frau etwas zu Trinken zu bezahlen, geschweige denn, sie einmal zum Abendessen auszuführen, das ist nicht drin. Es heißt ja dann nicht das man es dann auch wirklich bezahlt oder man wird beim zweiten mal selbst eingeladen. Es geht um die Möglichkeit, dass die Einladung umsonst war. Wenn es beim ersten mal nicht funkt ist das Geld beim Fenster hinausgeworfen, weil man eigentlich eine andere hätte einladen sollen. Deshalb muss man vollkommen sicher sein, dass man sich versteht. Man nimmt automatisch an, dass sowieso nichts möglich ist und das ausschließlich wegen dem finanziellen Druck. Also lässt man das Einladen eben gleich.

Es fühlt sich für Peter schon so weit weg an, da er ja 9 Monate krank war, aber zu wissen, dass er sich das nicht leisten kann, wenn er wieder gesund wird, ist unerträglich! Vermutlich das unerträglichste an Armut überhaupt!

Depression austrinken

Findet man sich in der Lage einen solch seltsamen Lebenslauf, und so seltsame soziale Verhältnisse, sein eigen zu nennen, wie es Peter kann, dann muss man sich eigene Routinen überlegen um die Einsamkeit zu bekämpfen. Als Peter ausreichend finanziell ausgestattet war, hatte er nicht nur die erwähnten Routinen mit Freunden, sondern er ging oft einfach unter Leute und lies sich inspirieren. Er fühlt sich einfach nicht so alleine, wenn er in einem Kaffeehaus sitzt und schreibt. Vor zwei Jahren machte er das noch sehr regelmäßig, ca. 3-4 mal in der Woche eine Stunde in der er an seinem kalten Kaffee nuckelt nur um sich nichts neues bestellen zu müssen. Er dachte viel schreibend nach oder las die Zeitung.

Seit er das nicht mehr kann, hat er ein anderes Ritual. Wenn er sich in den Spiegel ansieht, sagt er sich: „m.l.s“. Das ist eine englische Redewendung. Es ist aber schon komisch wie das eine Ritual das andere ablöst. Als sein Leben wirklich verdiente sich in den Spiegel zu sehen und „m.l.s“ auszurufen, sagte er sich genau das nicht und ging auf einen Kaffee. Genau das macht er jetzt aber nicht mehr und ruft leidenschaftlich lautlos in den Spiegel „m.l.s“.

Nur so nebenbei, weil es doch sehr viele Stereotype für arbeits-, einkommens- und ausweglose Menschen gibt: Peter ist weder gefährdet in den Alkoholismus noch in sonst eine andere Suchtkrankheit abzugleiten. Peter hat da einen sehr gesunden Zugang dazu!

Depression ausschwingen

Eine weitere Form der Ablenkung und Verneinung einer Depression ist, sich einfach stur weiterzuentwickeln. Peter hat noch immer enorm viele Leidenschaften. Solange sie nicht mit Deadlines verbunden sind (das erkläre ich ja schon im Kapitel zu 'The Indifferent') geht er noch immer spielerisch auf neue Aufgaben zu. Die Musik ist wie gesagt eine dieser Weiterentwicklungsmöglichkeiten, die in den letzten zwei Jahren verhinderte, dass er ganz abrutscht. Jeder braucht Erfolgserlebnisse und wenn Peter ein Lied gelernt oder geschrieben hat, dann waren das seine Erfolge in dieser düsteren Zeit.

Nun ist Peter an einem Punkt an dem er wieder neue Impulse in diesem Feld setzten muss um die Spannung aufrecht zu erhalten. Man kann sich denken, dass Peter weder für einen Gitarrenlehrer, mit dessen Hilfe er sich Melodisch weiterentwickeln will, geschweige denn für neue Instrumente die finanziellen Mittel zur Verfügung hat.

Depression ausschwitzen

Am besten funktioniert Peter wenn er eine ansprechende Form hat. Es reicht wenn er Problemlos alle zwei bis drei Tage 10 km Laufen kann, ohne dass er seinen Körper ans Limit führt. Peter hatte in den letzten 12 Jahren 3 mal die Möglichkeit in den Herbst- und Wintermonaten regelmäßig draußen Sport zu treiben. Nun kann er das nicht mehr, weil er sich bei Temperaturen unter 20°C erkältet. Er ist momentan so weit von der Form entfernt, in der er sich Wohl fühlt. Er würde gerne problemlos die €25 im Monat für ein Fitnessstudio bezahlen, auch wenn er es nicht immer nutzen kann. Die Möglichkeit zählt aber auch um proaktiv einer solchen Krankheit entgegenzutreten.

Depression ausreisen

Ich hab es schon erwähnt mache es aber nochmal. Peter reist wirklich günstig und legt weder wert auf einen gemütlichen oder raschen Transport, noch auf eine luxuriöse Unterkunft. Es reicht der billigste Zug und noch viel lieber als in der Jugendherberge übernachtet er auf dem Sofa eines Fremden. Übers Internet kann man sich das mit Couchsufing problemlos organisieren und um nicht asozial zu wirken lädt man denjenigen, der einem die Übernachtung gestattet, auf ein-zwei Bier oder zum Essen ein. Kosten an sich tut die Übernachtung gar nichts, weshalb man nur geringfügig über den zuhause verbrauchten Mittel lebt.

Aber Peter kann sich auch das nicht leisten und so dieser einzigartigen Möglichkeit seinem Leben, dem ganze Drama und den Lügen für ein Paar Tage zu entkommen, fällt in den Bereich der Unmöglichkeit.



Arbeit



Peter führt kein normales Leben und deshalb hat er nicht die Chance auf ein normales Arbeitereinkommen!

Die Würde

Das erste was man beim Kennenlernen erfährt ist der Name, das Zweite der Beruf! Es ist ein Grundbestandteil unserer Identität.

Außerdem gibt uns Arbeit eine Routine und lässt uns in Konkurrenz mit anderen treten. Wir können uns profilieren, weshalb ein Teil unseres positiven Selbstwertgefühls aus der Arbeit gewonnen wird.

Aber wenn man Krank ist?

Muss man dann ein würdeloses Leben führen?

Verlässlichkeit

Wenn man zu arbeiten beginnt ist man nicht mal in trivialen Tätigkeiten souverän. In jedem Beruf braucht man eine Einarbeitungszeit, die gleichzeitig immer eine überhöhte Stressbelastung nach sich zieht. Wenn man eine längere Pause einlegen muss (es reichen schon wenige Wochen), dann dauert es wieder eine Zeit bis man sich eingearbeitet hat.

Peter war im letzten Jahr ca. 2 Monate im Hochsommer 'gesund' und nicht mal da hatte er eine ununterbrochene stabile Zeit, weil dieses 'gesund' ausschließlich 'ohne merkliche Entzündung' heißt. Eine Wiederkehr der Kraft und Ausdauer ist aber genauso eine Grundvoraussetzung um Leistung zu bringen. Außerdem muss man die Sicherheit in den eigenen Körper wieder gewinnen.

Peter braucht eigentlich 4-6 Monate um wieder auf ein Normalniveau zu kommen, was er zuletzt in der Zeit hatte als er zu studieren begann.



Immer wenn Peter etwas arbeitete, konnte man sich darauf verlassen, dass er die Aufgabe so schnell wie möglich erledigt und das Endprodukt war immer zufriedenstellend in Funktion und auch in der äußerlichen Form. Um dazu fähig zu sein braucht man Sicherheit und Souveränität, die man mit vielen Unterbrechungen einfach nicht bekommt.

Würde Peter nun zu arbeiten beginnen müsste er immer wieder seine Kollegen, den Chef oder die Kunden im Stich lassen. Er kann einfach nicht kontrollieren ob er morgen früh mit einem bekannten oder neuen Symptom aufwacht. Auch seine Konzentration lässt eine Problemlösung wie er sie früher pflegte nicht zu.

Für Peter ist es das Schlimmste, wenn er jemanden, der sich auf ihn verlässt, enttäuschen muss. Deshalb ist für ihn Arbeit schon von vornherein mit einer enormer Stressbelastung verbunden, weil er krankheitsbedingt unzuverlässig ist.

Arbeitsfähigkeit

Peter war 2 der letzten 12 Jahre gesund! Aber für die, die es detaillierter wissen wollen:

1. Peter ist so gut wie immer, und immer unterschiedlich, krank!

2. Er ist nur belastbar wenn er gesund ist.

3. Die Krankheit ist abhängig vom Stress, weshalb er gesund und belastbar sein muss um auch den Stress auszuhalten. Teufelskreis!

4. Auch wenn Peter gesund, belastbar und stressresistent ist, kann er nicht sagen ob er das in einem halben Jahr nicht nicht mehr ist! Eigentlich kann man genau das Gegenteil annehmen. Statistisch betrachtet wird er wieder auf eine unvorhergesehene Art und Weise von seiner Krankheit eingeholt werden.

5. Peter ist aufgrund des Wechsels der Lebensrealität im Zuge der Krankheit und der ständigen finanziellen Unsicherheit psychisch angeschlagen. Nicht umgeschlagen sondern angeschlagen!

6. Selbiges gilt für sein Selbstvertrauen.

7. Seine allgemeine Konzentrationsfähigkeit ist, mit dem neuen Medikament, ständig getrübt. Ob es eine Nebenwirkung ist, weiß er selbst nicht.

8. Peter keinerlei Energie und erträgt das in Gleichgültigkeit (siehe „The Indifferent&ldquo.

9. Peter kann keinerlei schmutzige Arbeit oder eine solche, bei der er mit chemischen Substanzen in Berührung kommt, verrichten.

10. Er darf auch keine Arbeit im Freien verrichten, da er starke Allergien hat und in allen Jahreszeiten außer im Hochsommer würde er bei der kleinsten Windböe eine Erkältung bekommen. (Das macht auch traditionelles Betteln zum Problem!)

11. Außerdem ist er Legastheniker. Deshalb werden auch assistierende Bürojobs schwierig, bzw. er würde keine vollständige Arbeitskraft sein!

12. Peter hat eine ganz spezielle Ausbildung, die viel Energie und Eigeninitiative verlangt um Kapital daraus zu schlagen.

Für Peter-Gesund: Kein Problem!

Für Peter-Krank: Doch, schon!

13. Peter ist nicht zuverlässig! Krankheitsbedingt!

14. Fliegende Ideen sind generell schwer zu kapitalisieren. Peter schreibt natürlich und macht eigene Musik, da es eine Form der Therapie ist, aber davon zu Leben ist unrealistisch. Weil er sehr spät damit begonnen hat, sich noch entwickeln muss und die Freiheit benötigt um den Weg zu verfolgen, der vielleicht auch wieder in einer Sackgasse endet. Wer weiß! So was kann man im Voraus nie ganz berechnen.

15. Peter ist ständig mit dem Aufarbeiten seiner Krankheit beschäftigt. Das ist neben den Job, für den er fähig sein soll auch noch mal eine zweite Ganztagsbeschäftigung.

16. Die Lage am Arbeitsmarkt ist schlecht und lässt vor allem kranke und behinderte Menschen zumeist leer ausgehen. Speziell wenn sie aktuell Krank und nicht energetisch sind!

Wenn es da noch ernsthafte zweifel an einer Arbeitsunfähigkeit gibt, dann würde ich das gerne wissen!

Ehrlich motiviert

Sehr geehrte Damen und Herren!

Mein Name ist Peter und ich möchte gerne für Ihre Firma __________________________ (bitte hier Ihren Firmennamen eintragen) arbeiten und versichere ihnen meine gesamten Fähigkeiten für den Erfolg von _________________ (bitte her den Spitznamen ihrer Firma eintragen) abzurufen.

Körperlich bin ich nicht belastbar und auch jegliche Form des Schriftverkehres kann nicht, ohne korrigierenden Beistand, an mich übertragen werden, da ich Legastheniker bin (Diplom-L, siehe Anhang). Das wäre doch sehr stressig für mich und würde meine chronische Immun-/Hautkrankheit (Befunde_1-Befund_1186, siehe Anhang) unnötig belasten.

Wenn sie mit diesen Bedingungen einverstanden sind, dann kann ich ihnen versichern, dass ich zumindest 2 Monate im Jahr nicht im Krankenstand bin. In dieser Zeit widme ich meine gesamte Aufmerksamkeit den Reparaturarbeiten an meinem Körpers (sodass ich die Kraft erlange den nächsten Winter zu überleben) und dem Versuch mich wieder in eine körperliche und geistige Verfassung zu bekommen um Beziehungen zulassen zu können. Jeder braucht ja Angestellte die geistig und körperlich, aber auch sozial funktionieren. Die Firma ist gleich an dritter stelle! Ich kann ihnen so viel versprechen! Außer mein Sozialleben ist gerade wieder mal vor dem Zusammenbruch, dann braucht das auch ein entsprechendes Mehr an Aufmerksamkeit, dann wäre es gleich die vierte Stelle. Vorausgesetzt ich habe nichts vergessen. Anyway!

Weiters bin ich, als überdurchschnittlich intelligente Person, am besten eingesetzt, wenn man mich mit der Lösung komplexer aufgaben beauftragt. Eine monotone Tätigkeit würde mich an meiner persönliche Entwicklung hindern. Es wäre also für den Erfolg des Teams förderlich, wenn man davon Abstand nimmt.

Wenn ich Projekte Abgeschlossen habe, bin ich sicher, dass Sie und die Kunden mit dem Endprodukt äußerst zufrieden sein werden, da ich immer ein sehr kreativer und ästhetische anspruchsvollen Lösungsweg bevorzuge. Dass ich das Projekt tatsächlich abschließe ist immer ein wenig von der allgemeinen Wetterlage und meinem Gemüt abhängig. Hab ich schon erwähnt, dass ich Konzentrationsschwierigkeiten habe? I'm just sayin'.

Außerdem ist es in beidseitigem Interesse, dass die Arbeitszeiten flexibel gestaltet werden, da ich oft schlecht einschlafen kann und mindestens 8 Stunden Schlaf notwendig sind um das Risiko eines Herzinfarkt am Arbeitsplatz zu senken. Dadurch ersparen sie sich die nötige psychologische Betreuung meiner (dann ehemaligen) Arbeitskollegen, die einen bleibenden Schaden davon tragen könnten. Einen toten Körper zu sehen kann mit Leichtigkeit ein Trauma auslösen (speziell in einer Warm-Duscher-Gesellschaft wie der unseren.) und das sollte doch verhindert werden!

Ich bin auch zuversichtlich, dass wir ein Einvernehmen über meine Bezahlung finden werden. Meine Gehalt muss auch nur in etwa €200-300 (nach Steuern!) über jenem meiner Kollegen liegen um dadurch die Mehrkosten meiner Krankheit abzudecken, für die ich nun wirklich nichts kann! Alles andere wäre Diskriminierung!!!

Sollte die psychologische Betreuung nicht vom Arbeitgeber bereitgestellt werden, erhöht sich meine Gehaltsforderungen dementsprechend.



Da ich mich wahrscheinlich vor Angeboten kaum retten kann, sollten sie nicht zögern und gleich anrufen.

So einen Mitarbeiter wie mich haben sie mit Sicherheit noch nicht erlebt!



Mit freundlichsten Grüßen

Der Peterle

Die fehlende Zwangsstörung

Peter hat natürlich schon bei manchen Stellen angefragt, ob er förderungswürdig ist. Da psychische Krankheiten in unserer Gesellschaft immer öfter auftreten, ist die Förderungsstruktur sehr auf dieses Krankheitsbild ausgelegt.

Überspitzt gesagt: Peter muss vorher auch noch verrückt werden um Hilfe zu bekommen.

Doch das Problem ist, dass Peters Krankheiten doch sein ganzes Leben vereinnahmt und das bereits ohne Zwangsstörung!

Peter ist geistig noch stabil. Zum einen weil er ein in einem sehr hohen Maße reflektiert mit seinem Leben umgeht. Der Weiterentwicklungsdrang ist auch sicher ein Grund dafür und es ist auch sehr entscheidend, dass er unkontrollierbares nicht unnötig zu kontrollieren versucht.

Gibt er das alles auf, so wird das mit dem Wahnsinn schon bald eine Realität und in den gepolsterten Räumen vollgepumpt mit Medikamenten lässt sich seine finanzielle Unsicherheit sicher schnell vergessen.

Faul

Wer denkt Peter ist faul und will nichts tun, der könnte falscher nicht liegen! Wie bereits beschrieben macht das durchaus den Anschein, welchen er auch zulässt und in seinem Freundeskreis bewusst nicht korrigiert, aber Peter hat im Moment nicht den Funken von Energie in sich. Er ist einfach Kraftlos!

Außerdem lässt 12 Jahre gegen eine Krankheit zu kämpfen keine Pläne zu und ein normaler Weg mit 'zusammenreißen', 'fleißig sein' und 'hart arbeiten' wird zur Unmöglichkeit. Wenn man zum x-ten mal versucht hat wieder in tritt zu kommen um nach kürzester Zeit jedes mal scheitert und wieder in die Krankheit zurück fällt, dann ist man hauptberuflich Krank!

Also muss man sich den Sinn des Lebens anders suchen und kein Computer- oder Berufsorientierungskurs kann einem da nur irgendwie weiterbringen.

Peter kann nicht sagen, wie sich sein Leben entwickeln wird. Eines kann er aber versprechen: Er wird nicht aufgeben! Er wird sich entwickeln!


Existenzverlust

Muss er in die Sozialhilfe, dann ist wegen der Krankheit unterfinanziert und auch folgendes wird passieren.

Erneuter Verlust des Weges

Da nach langem hin und her für die für das Stipendium zuständige Behörde eine durchgehende Krankheit von damals 6 Monaten nicht genug war um ihn seine Minderleistung zu entschuldigen, haben sie seinen Antrag auf Verlängerung, zwei Monate nach (!) Semesterbeginn, abgelehnt.

Ganz aus der Verantwortung nehmen, kann man Peter in dieser Angelegenheit aber nicht, da er noch eine Arbeit fertig machen wollte, aber von einer schlimmen Entzündung zur nächsten noch schlimmeren Entzündung verflogen die Wochen nur so, er brachte das nicht zusammen und gab den Antrag deshalb erst zu Semesterbeginn ab.

Peter würde nicht nur den Studienplatz verlieren. Wenn er nicht weiter studieren darf verliert er die letzte vage Struktur und Aufgabe im Leben.

Schuldenabbau

Peter muss ca. 3000 Euro aufbringen um die in den letzten Monaten bei Bank und Familie angesammelten Schulden zu begleichen!

Außerdem habe ich ja bereits erwähnt, dass er so vieles erneuern müsste, dass in den Pleitejahren einfach aufgeschoben wurde.

Bekommt er Sozialhilfe, dann hat er - wenn er nichts erneuert, seine Hautkrankheit vernachlässigt, nicht aus dem Haus geht und ohne sozialen Kontakt dahin vegetiert - sicher €50-100 im Monat um die Schulden abzubauen. Das würde ihn ca. 3 Jahre einsperren! Und das ohne verschlossener Tür oder vergitterten Fenstern! Das ist keine Perspektive!

Obdachlos

Das sich Peter mit ca €3000 Schulden keinen Umzug mehr leisten kann, sollte klar sein.

Wenn nun aber seine Mitbewohner darauf kommen, dass er plötzlich nicht mehr Student ist, werden sie ihn möglicherweise bitten, sein Zimmer für einen solchen zu räumen. Vielleicht auch nicht. Das ist noch sehr ungewiss!

Jedenfalls die Alternative im Elternhaus fällt weg, da er jedes Mal, wenn er dort die Nacht verbringt mit einem Asthma aufwacht und er braucht in seiner eigenen Wohnung ca. 2 Wochen um die bronchiale Entzündung wieder loszuwerden. Außerdem wäre er viel zu weit von seinem sozialen Umfeld entfernt.

Und Außerdem (!) ist das Elternhaus ein sehr destruktiver Haushalt. Peter kann dort echt nicht zurück! Wenn man das erklären will einschließlich der Psychodynamik und den verschiedenen Schädigungen, die sich die Menschen dort gegenseitig antaten und antun, dann müsste man mindestens einen ebenso langen Aufsatz schreiben. Mindestens!! Nein Peter hat auch in dieser Lotterie eine der schlimmeren Karten gezogen!

Auf der Straße zu schlafen wäre eine Alternative, für den Heilungsprozess aber kontraproduktiv. Sterben tut man dort aber sicher schneller.



Träume, Luxus, Ziele

Luxus ist nicht das Ziel!!!!

Sicherheit ist das Ziel.

Bewegung ist das Ziel.

Und ein Ziel ist das Ziel.



Im ersten Unterabschnitt dieses Kapitels hab ich ja bereits erklärt, was mit einem normalen Arbeitereinkommen alles möglich wäre und das ist alles was er sich wünscht.

Speziell wenn das Leben so schlimm ist wie das von Peter, muss man aber träumen! Deshalb erkläre ich in den folgenden Punkten, was er zusätzlich noch machen würde, bis er beginnt die spenden abzulehnen.

Sparen?

Peter wird weder in den Aktienmark investieren, noch wird er mit Rohstoffen oder Immobilien herumspielen. Er wird sich weder ein Auto kaufen noch einer exotischen Sammelleidenschaft verfallen.

Sollte es sich ergeben, dass er sich etwas erspart, dann passiert folgendes. Alles über €5000 ist zu viel an finanziellen Puffer und nicht zu rechtfertigen im Bezug auf das Sicherheitsbedürfnis, dass er ja gestillt wissen will.

Es wird dann wieder in Projekte investiert und versuchen Träume zu realisieren!

Projekt 'Schneelos'

Bis jetzt konnte er sich das nicht erlauben daran zu denken den Winter, in dem er eigentlich immer krank ist, zu einem Sommer zu verwandeln. Würde er reiche Eltern haben oder wäre er selbst mit einem unerwarteten Geldsegen beschenkt worden, dann würde er das wie selbstverständlich jedes Jahr tun. Peter hat keine Angst vor Fremden und hat noch überall ein paar Bindungen geschaffen, deshalb ist er auch genau der Typ, der so was machen kann.

Projekt: 'Drehendes Rad'

Und wenn er noch weiter bzw. anders träumen dürfte, dann wäre er zum einen wieder körperlich über zwei Jahre stabil und fit. Außerdem wäre er finanziell so beweglich, dass er sich ein solides Rad, einen Anhänger und eine kleine Gitarre kaufen kann, damit er wieder in die Pedale treten und die Freiheit fühlen kann, die er nur in wenigen Wochen seines Lebens genießen durfte. Ganz abseits jedes Zwanges und Druckes sich den Leben so hingeben und Menschen und Geschichten aus aller Welt hören aufsaugen und musikalisch und literarisch Verarbeiten.

Solange die Beine fähig sind ihn zu tragen. Solange es geht! Das wäre ein Traum! Das würde Leben wieder Lebenswert machen! Das wäre echt was worauf man sich freuen kann!




28.7.14 20:41


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